Eine Zusage, die bleibt – com-unio
     Das alles wird von ein und demselben Geist bewirkt, der jedem seine besondere Gabe zuteilt, wie er es beschlossen hat (Korinther 12,11)

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24. Mai 2026
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Thema: Nein sagen - darf ich das?

7. Juni 2026
Stammtisch 

12. Juli 2026
Offener Themenabend


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Claudia Erika – auf diesen Namen haben mich meine Eltern taufen lassen. Erika ist der Name meiner Taufpatin. Meiner Mutter hätte für mich auch der Name „Undine“ gefallen, und wäre ich als Junge geboren worden, würde ich Thomas heißen.

Der Name für ein Kind wird bewusst gewählt und ist oft das Ergebnis langer Überlegungen. Bei der Namenswahl meines Patenkindes wurde ich von meinen Freunden einbezogen und durfte Vorschläge machen. Sarah und Matthias waren meine Favoriten – Matthias heißt heute mein Patenkind. Eltern achten bei der Wahl meist weniger auf die Bedeutung als auf Klang und Zusammenspiel mit dem Nachnamen. Oft spielt auch die Erinnerung an einen geliebten Menschen eine Rolle.

Mit unserem Vornamen beginnt unsere Geschichte. Er begleitet uns ein Leben lang, wird Teil unserer Identität. Wir hören ihn Tag für Tag, reagieren auf ihn, schreiben und sprechen ihn aus. Ein Name trägt Bedeutung in sich – er erzählt von Herkunft, von Erwartungen, von Zugehörigkeit. Und doch sind wir mehr als das, was andere in uns sehen, in unseren Namen hineinlegen oder auch, was unser Name bedeutet.

Es gibt jemanden, der einen ganz anderen Blick auf uns hat. Beim Propheten Jesaja heißt es: „Fürchte dich nicht, ich habe dich befreit!  Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst mir!“ (Jesaja 43,1) Und an anderer Stelle wird diese Zusage noch dichter: „Unauslöschlich habe ich deinen Namen  auf meine Handflächen geschrieben.“ (Jesaja 49,16)

Unser Name ist bei Gott nicht nur bekannt – er ist unvergänglich eingeschrieben. Wir sind für ihn nicht eine(r) unter vielen. Er weiß nicht nur, wie wir heißen – er weiß genau, wer wir sind. Wenn Gott uns beim Namen ruft, meint er uns ganz: unsere Geschichte, unsere Fragen, unsere Stärken und unsere Verletzlichkeit.


„Denn in jedem Augenblick und immer,
von aller Ewigkeit her denkst du an mich.“ (VP)

Und Jesus greift diesen Gedanken auf und richtet den Blick noch einmal neu aus: „Freut euch, dass eure Namen im Himmel aufgeschrieben sind.“ (Lk 10,20) Das bedeutet: Wir sind nicht zufällig hier. Nicht übersehen. Nicht ersetzbar. Unser Name ist bei Gott nicht nur bekannt – er ist bewahrt, eingeschrieben, aufgehoben. Gott wendet sich uns persönlich zu. Unser Leben hat Bedeutung. Wir gehören zu Gott. Unser Leben hängt nicht im Leeren. Da ist einer, der uns ruft – immer wieder. Auch dann, wenn wir uns von ihm entfernen, seine Sehnsucht nach uns bleibt. Gott spricht uns an. Persönlich. Und wir dürfen antworten – leise, suchend, fragend oder voller Vertrauen. Ist das nicht wunderbar!?

Darum kann es helfen, neu auf den eigenen Namen zu hören: nicht nur auf das, was Menschen damit verbinden, sondern auf das, was Gott hineingelegt hat – Würde, Liebe und Berufung. Mein Name ist für Gott kein flüchtiges Wort. Er steht für mich: Ich bin ein Mensch, der gesehen, gemeint und gewollt ist.

So kann ich meinen Weg gehen – nicht unsicher oder klein, sondern getragen von einer Zusage, die bleibt.  Das verändert den Blick auf mich selbst und es verändert auch den Blick auf andere: Wer selbst von Gott beim Namen gerufen ist, kann den anderen nicht übersehen. Darum gehe ich nicht allein. Mein Name ist bei Gott nicht nur ein Wort, sondern eine Zusage – und diese Zusage verbindet sich mit Verantwortung: hinzuschauen, zuzuhören und Menschen so zu begegnen, wie Gott mir begegnet.

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