Marzellinus und Petrus – com-unio

* * *AKTUELL* * *

Nächste Termine 


Online Treffen, jeweils
Sonntag um 19:00 Uhr:

12. Juli 2026
"Heute schon gestaunt?"

9. August 2026:
Allein - oder einsam?


6. September 2026
4. Oktober 2026
1. November 2026
(Allerheiligen)
29. November 2026
(1. Advent)
20. Dezember 2026
(4. Advent)

 


Unser Flyer - bitte gern teilen!

 ∞ ∞ ∞ ∞ ∞ ∞ ∞

Bibliolog mit
P. Lutz Müller SJ:

18. Juli
08. August
12. September
24. Oktober
24. November
19. Dezember 2026!

Hier geht es zum Teilnahme-Link und den Instruktionen

 ∞ ∞ ∞ ∞ ∞ ∞ ∞

IMG 2421

Gebetsanliegen

Jesus web


Wir bitten um Euer Gebet für Volker. Möge er in seiner letzten Lebensphase Frieden und Trost finden.


Meine Patentante in Koblenz kämpft um ein normales Leben. Beten wir für Sie.


 

Newsletter bestellen

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung

com unio Gebet2

Marzellinus PetrusAm 2. Juni gedenkt die katholische Kirche der Heiligen Marzellinus und Petrus, Patronen der Pfarrkirche in Vallendar. Ihre Namen sind vielen Menschen wohl kaum bekannt. Doch das wenige, was von ihrem Leben überliefert ist, beeindruckt bis heute. 

Marzellinus und Petrus lebten um das Jahr 304 in Rom, einer Zeit, in der Christen unter Kaiser Diokletian verfolgt wurden. Marzellinus war Priester, Petrus Exorzist. Beide standen mitten im Leben, begleiteten Menschen, verkündeten das Evangelium und halfen denen, die Trost und Unterstützung brauchten. Weil sie ihren Glauben nicht verleugnen wollten, wurden sie verhaftet und ins Gefängnis geworfen. Doch selbst dort ließen sie sich nicht entmutigen. Sie machten anderen Hoffnung, sprachen von Christus und tauften heimlich die Menschen. Ihr Glaube blieb lebendig und wirksam – auch hinter Gefängnismauern. Schließlich wurden sie gefoltert und außerhalb der Stadt hingerichtet. Doch ihr Glaube und ihr Zeugnis ließen sich nicht zum Schweigen bringen.

Was kann uns ihr Zeugnis heute noch sagen?

Es gibt Orte, die wir mit Leben, Zuversicht und Geborgenheit verbinden. Und es gibt Orte, an denen all das zu verstummen scheint: Orte der Enge, der Ohnmacht, der Aussichtslosigkeit.  Das Gefängnis gehört zweifellos zu diesen Orten. 

Es ist bemerkenswert: In der Geschichte der heiligen Marzellinus und Petrus, im Gefängnis – dort, wo alles eigentlich zu Ende schien – wurde ihr Glaube fruchtbar. Man nahm ihnen die Freiheit, doch sie eröffneten anderen die Weite des Glaubens und man wollte sie zum Schweigen bringen, doch sie sprachen weiter von Christus. Aus einem Ort, der das Ende bedeuten sollte, wurde ein Ort der Hoffnung.

In den Abschiedsreden Jesu, im hohepriesterlichen Gebet (Joh 17,6a.11b–19), wird spürbar, wie das Zeugnis der beiden Heiligen im Evangelium des Gedenktages zum Ausdruck kommt. Jesus betet kurz vor seinem Leiden für seine Jünger. Es ist ein Gebet voller Sorge und Vertrauen zugleich. Er weiß, was auf ihn zukommt, auch, dass der Weg seiner Jünger kein einfacher sein wird. Deshalb bittet er den Vater „Schütze sie vor der Macht des Bösen.“ Jesus verspricht seinen Jüngern kein Leben ohne Schwierigkeiten. Er nimmt ihnen die Herausforderungen nicht ab. Aber er sagt ihnen zu: Ihr seid nicht allein. Gott bleibt bei euch. Seine Wahrheit und Liebe trägt euch. 

Seine Freude kann selbst dort bestehen bleiben, wo die Welt sie nicht versteht. Genau das wird im Leben von Marzellinus und Petrus sichtbar. Sie konnten standhaft bleiben, weil sie sich von Gott gehalten wussten. Die Stärke ihres Glaubens gründete nicht in günstigen Umständen, sondern in ihrer Treue zu dem, der sie gerufen hatte.

Vielleicht liegt gerade darin die Botschaft dieses Gedenktags für uns. Denn auch wir kennen Gefängnisse. Nicht aus Stein und Eisen. Aber Gefängnisse, die Menschen dennoch gefangen halten können: Angst vor der Zukunft. Zweifel, die lähmen. Enttäuschungen. Resignation. Das Gefühl, dass Glaube heute kaum noch Bedeutung hat. Die Sorge, mit den eigenen Überzeugungen nicht ernst genommen oder belächelt zu werden. Die Erfahrung, dass christliche Werte und Glaubensüberzeugungen auf Unverständnis oder Ablehnung stoßen.


Manchmal ziehen wir uns dann zurück.
Manchmal schweigen wir über unseren Glauben, weil wir meinen, er interessiere niemanden mehr. 
Manchmal geben wir die Hoffnung schneller auf, als wir es uns eingestehen möchten. 


Angesichts des Glaubenszeugnisses der beiden Heiligen dürfen wir uns fragen: Was geschieht in den Gefängnissen unseres Lebens? Verschließen wir uns darin? Oder lassen wir gerade in diesen Situationen Gott wirken? Sich zu verschließen bedeutet oft, nur noch auf die eigenen Grenzen, Sorgen und Enttäuschungen zu schauen. Gott wirken zu lassen heißt dagegen nicht, dass Schwierigkeiten plötzlich verschwinden. Es bedeutet, ihm auch dort zu vertrauen, wo wir keinen Ausweg sehen, und offen zu bleiben für die Möglichkeiten, die er uns schenkt.

Und wenn wir Gott auch in schwierigen Lebenslagen Raum geben, wird unser Glaube für andere besonders sichtbar. Manchmal spricht das gelebte Zeugnis stärker als jede Erklärung. Denn nicht außergewöhnliche Worte überzeugen, sondern Menschen, deren Vertrauen auf Gott im Leben und Handeln spürbar wird.

Wie ein solches Glaubenszeugnis aussehen kann, zeigt sich in kleinen, unscheinbaren Gesten des Alltags: Ein Wort der Ermutigung kann Hoffnung schenken. Ein Mensch, der trotz Schwierigkeiten nicht verbittert, kann ein Zeugnis sein. Jemand, der an der Hoffnung festhält, obwohl vieles dagegen spricht, macht Gottes Gegenwart erfahrbar. Jemand, der Zeit schenkt, zuhört oder Versöhnung wagt, verkündet nicht selten mehr Evangelium als viele Worte.

So wird deutlich, was Jesus im Evangelium meint, wenn er sagt: „Wie du mich in die Welt gesandt hast, so sende ich sie in die Welt.“ Christsein bedeutet, in dieser Welt Zeuge der Hoffnung zu sein. Nicht perfekt. Nicht fehlerlos. Aber glaubwürdig. Marzellinus und Petrus erinnern uns daran, dass Glaube nicht davon lebt, dass er bequem ist. Er lebt davon, dass er echt ist. Und vielleicht ist genau das ihr Vermächtnis an uns heute: Dass Kirche dort lebendig wird, wo Menschen – trotz aller Widerstände, trotz aller Zweifel, trotz aller eigenen Begrenzungen – Gott nicht für sich behalten. 

Bitten wir die heiligen Marzellinus und Petrus, dass sie für uns eintreten. Dass sie uns Mut schenken, in den kleinen und großen Herausforderungen unseres Lebens auf Christus zu vertrauen. Und dass wir selbst zu Menschen werden, die anderen Hoffnung eröffnen – dort, wo sie sie am meisten brauchen. 

Seit mehr als tausend Jahren trägt die Pfarrkirche in Vallendar ihren Namen. Die beiden Heiligen prägen die Geschichte unseres Ortes bis heute. Ihr Leben erinnert uns daran, dem Glauben treu zu bleiben, Hoffnung zu bewahren und darauf zu bauen, dass Gottes Liebe jede Angst und selbst den Tod überwindet.

♾️

Vielleicht nimmst du etwas von diesen Gedanken mit, das leise bleibt – aber nachwirkt.

Den Gedanken, dass Gott nicht nur in den großen Momenten des Lebens zu finden ist, sondern gerade dort, wo es unscheinbar ist: im Alltag, im Kleinen, im Unfertigen.

Du musst nicht warten, bis alles passt. Du brauchst keinen fertigen Plan.
Es genügt ein Anfang: ein erster Schritt,
ein freundliches Wort, das aufrichtet,
ein Moment wirklicher Begegnung,
ein kurzes Innehalten,
in dem wir Gott Raum geben – mitten im Gewöhnlichen.

Warte nicht, bis alles leichter wird.
Lebe, was jetzt ist – und setze Spuren der Hoffnung.

Nicht alles musst du tragen.
Aber manches kannst du verwandeln:
durch Aufmerksamkeit, durch Güte, durch Vertrauen.

Vielleicht beginnt genau so etwas Neues –
still, unscheinbar, aber echt.

Wie Marzellinus und Petrus Spuren der Hoffnung hinterlassen haben, kannst auch du Licht für andere sein.

Sorry, this website uses features that your browser doesn’t support. Upgrade to a newer version of Firefox, Chrome, Safari, or Edge and you’ll be all set.

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.