„Es soll gemütlich werden“ – com-unio

Unsere Weise Unio zu sein

     Möge der beste Tag deiner Vergangenheit der schlimmste Tag deiner Zukunft sein (Irischer Segen)

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Treffen zur Fastenzeit
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Donnerstag, 26. Februar, 12. März und 26. März
jeweils um 19:00 Uhr


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Brigitte 8

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Ganz im Zeichen der Gemütlichkeit stand unser adventliches Treffen im Dezember. Bei Tee und Plätzchen nahmen wir uns viel Zeit zum Erzählen. Wir tauschten uns darüber aus, wie jede und jeder von uns den Advent erlebt und gestaltet: wie wir uns auf diese besondere Zeit  einstimmen, unsere Wohnungen schmücken und kleine Rituale pflegen. Dabei wurden lebendige Erinnerungen an die Adventszeit der Kindheit wach, die bis heute nachwirken.

Zwischen den Gesprächen lasen wir uns Geschichten und Gedichte vor, die zum Innehalten einluden und die vorweihnachtliche  Stimmung auf wunderbare Weise vertieften. Besonders bereichernd waren die Einblicke in unterschiedliche Traditionen aus  verschiedenen Regionen, die zeigten, wie vielfältig und zugleich verbindend der Advent sein kann. So wurde es tatsächlich gemütlich – warmherzig, persönlich und voller leiser Vorfreude auf die kommende Zeit.


Hier zwei der Geschichten des Abends:

Die Weihnachtsgans

In einem Vorort von Wien lebten in der hungrigen Zeit nach dem Krieg zwei nette alte Damen. Damals war es noch schwer, sich für Weihnachten einen wirklichen Festbraten zu verschaffen. Und nun hatte die eine der Damen die Möglichkeit, auf dem Land – gegen allerlei Textilien – eine wohl noch magere, aber springlebendige Gans einzuhandeln. In einem Korb verpackt, brachte Fräulein Agathe das Tier nach Hause. Und sofort begannen Agathe und ihre Schwester Emma das Tier zu füttern und zu pflegen.

Und so kam der Morgen des 23. Dezember heran. Es war ein strahlender Wintertag. Die ahnungslose Gans stolzierte vergnügt von der Küche aus ihrem Körbchen in das Schlafzimmer der beiden Schwestern und begrüßte sie zärtlich schnatternd. Die beiden Damen vermieden es, sich anzusehen. Nicht, weil sie böse aufeinander waren, sondern nur, weil eben keine von ihnen die Gans schlachten wollte. »Du musst es tun«, sagte Agathe, sprach’s, stieg aus dem Bett, zog sich rasend rasch an, nahm die Einkaufstasche, überhörte den stürmischen Protest und verließ in geradezu hässlicher Eile die Wohnung.

Als Agathe nach geraumer Zeit wiederkehrte, lag die Gans auf dem Küchentisch, ihr langer Hals hing wehmütig pendelnd herunter. Blut war keines zu sehen, aber dafür alsbald zwei liebe alte Damen, die sich heulend umschlungen hielten. »Wie ... wie ...«, schluchzte Agathe, »hast du es gemacht?« »Mit ... mit ... Veronal«, wimmerte Emma. »Ich habe ihr einige deiner Schlaftabletten auf einmal gegeben, jetzt ist sie ...«, schluchzend, »huh...rupfen musst du sie...huh huh huh...«, so ging das Weinen und Schluchzen fort.  Endlich raffte sich Agathe auf und begann, den noch warmen Vogel zu rupfen. Federchen um Federchen schwebte in einen Papiersack, den die unentwegt weinende Emma hielt. Und dann beschloss man, nachdem es mittlerweile spät am Abend geworden war, das Ausnehmen der Gans auf den nächsten Tag zu verschieben.Gansfrei

Am zeitigen Morgen wurden Agathe und Emma geweckt. Mit einem Ruck setzten sich die beiden Damen gleichzeitig im Bett auf und stierten mit aufgerissenen Augen und Mündern auf die offene Küchentür. Herein spazierte, zärtlich schnatternd wie früher, wenn auch zitternd und frierend, die gerupfte Gans.

Bitte, es ist wirklich wahr und kommt noch besser. Als ich am Weihnachtsabend zu den beiden Damen kam, um ihnen noch rasch zwei kleine Päckchen zu bringen, kam mir ein vergnügt schnatterndes Tier entgegen, das ich nur wegen des Kopfes als Gans ansprechen konnte, denn das ganze Vieh steckte in einem liebevoll gestrickten Pullover, den die beiden Damen hastig für ihren Liebling gefertigt hatten. Die Pullovergans lebte noch weitere sieben Jahre und starb dann eines natürlichen Todes.

Maria Branowitzer-Rodler


Wie Engelchen und Teufelchen gen Himmel flogen

Immer, wenn Weihnachten naht, dürfen die kleinen Engelchen für kurze Zeit auf die Erde zurück, um Gutes zu tun. Und genauso geht es bei den Teufelchen zu. Wenn ein kleines Teufelchen ganz besonders garstig war, schickt ihn der Oberteufel auf die Welt, um die Menschen zu ärgern. 

Natürlich ist die Weihnachtszeit dafür besonders gut geeignet, die Hektik ist schon da, die Menschen sind aggressiv und egoistisch, sie freuen sich kaum noch auf das Fest, denken nur noch an Geschenke, an Reisen und Abenteuer, Geld und Schmuck, sie haben den Sinn des Weihnachtsfestes schon längst vergessen. Für sie ist Weihnachten nur noch eine Zeit der freien Tage, in denen man endlich wieder eine richtige Sause machen kann. Da haben Teufelchen natürlich leichtes Spiel. 

Ein kleiner Teufel und ein kleiner Engel eiferten um die Wette. Wenn das Teufelchen die Ampel verdeckte und sich schon auf den nächsten Zusammenstoß freute, bot das Engelchen alle Kraft auf und bremste die Fahrzeuge, bevor es krachte. Das ging so eine ganze Weile, bis dem Teufelchen die Lust an dem Spiel verging und es sich etwas Neues ausdachte. Natürlich war das Teufelchen schneller, weil das Engelchen ja immer versuchen musste, den Schaden zu verhindern oder wieder auszubügeln. 

Im Kaufhaus drehte das Teufelchen die Rolltreppe um, dass die Leute alle durcheinander purzelten, in einem Blumenladen knickte der kleine Satan alle Blumenstängel um, und einem Polizisten riss er immer wieder die Mütze vom Kopf und warf sie in den Schnee. Dann aber entdeckte er etwas anderes. Ein alter Mann mit weißem Bart zog mühsam einen Handwagen durch den Schnee. Ein Schlitten wäre jetzt besser gewesen, aber den hatte das Waisenhaus nicht. Der alte Mann war Hausmeister im Waisenhaus und hatte jetzt in der Stadt die Geschenke für die kleine Kinderschar abgeholt. Ein großer Tannenbaum war auch dabei, den ein reicher Kaufmann gespendet hatte. 

Das Waisenhaus lag weit vor der Stadt, aber keiner hatte bei all der Hektik vor Heiligabend die Zeit, die Geschenke mit dem Auto hinauszubringen. Also musste der alte Mann mit dem Handwagen zum Rathaus fahren, wo die Spenden gesammelt wurden. 

Teufelchen ließ den Tannenbaum vom Wagen kullern und der alte Mann hatte Mühe, die Tanne wieder aufzuladen. Dann stieß es auch noch den Wagen um und alle Geschenke fielen in den Schnee. Ein großer Lastwagen kam vorbei und fuhr über die Päckchen für die Kinder und alles war kaputt. Das konnte auch das Engelchen nicht verhindern. Der alte Mann setzte sich auf den umgekippten Handwagen und weinte. 

Da hatte auch das Teufelchen Mitleid und half dem Engelchen, die kleinen Pakete wieder aufzusammeln und zu reparieren, wo es ging. Beide waren so mit Eifer dabei, dass die Hörnchen des Teufelchens immer kleiner wurden, und die feuerroten Flügel waren schon ganz hell geworden. Als der Wagen wieder ganz voll beladen und alle Geschenke repariert waren, zog der alte Mann weiter. 

Engelchen und Teufelchen setzten sich in den Schnee und verschnauften etwas. Plötzlich erschrak das Teufelchen, die Hörnchen waren verschwunden, nur noch zwei kleine Beulen waren übrig geblieben. Es fiel ihm auxh keine Bösartigkeit mehr ein, so sehr ves sich anstrengte. Das Teufelchen fing an zu weinen. „Jetzt darf ich nicht mehr zurück in die Hölle.“ Das Engelchen lachte und tröstete das Teufelchen: “Wenn wir beide noch etwas Gutes tun, kommen wir vielleicht beide in den Himmel.“ Und so geschah es, die Flügel des kleinen Teufels wurden immer heller und heller, und als die Zeit auf Erden vorüber war, flogen beide in den Himmel. Ob der kleine Teufel gleich in den Himmel durfte, das habe ich nie erfahren. 

Wolf-Dieter Strubel, Hamburg,
Autor von „Engelsgeschichten am Kamin“

 

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