Zukunft der Kirche – Kirche ohne Zukunft?  – com-unio

Unsere Weise Unio zu sein

     Möge Euch das Licht der Adventskerzen auf die Ankunft des Herrn vorbereiten und Euer Herz mit der Hoffnung auf Seine Geburt erfüllen.

* * *AKTUELL* * *

Wir wünschen einen besinnlichen, schönen Advent mit unserem Advents-Kalender

Adventskalender 2024

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Offenes Treffen,
Sonntag um 19:00 Uhr:

30. November 2025
Bibliolog mit Veronika Rademacher UAC - eine kurze Einführung die Methode und praktische Vorstellung anhand eines Bibeltextes

14. Dezember 2025
Adventliches Zusammensein


Frühschicht im Advent
19. Dezember, 6:30 - 7:00 Uhr


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Bibliolog 2025:

29. November
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... und hier die geplanten Termine 2026:

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24. Oktober
24. November
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Heiliges Jahr

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"Pilger der Hoffnung"

Ein Thema, das uns alle angeht. Eine Frage, mit der sich wohl alle auf eigene Weise beschäftigen, und die niemandem von uns wirklich gleichgültig ist: Hat die Kirche überhaupt eine Zukunft? Der Pallottinerpater Siegfried Modenbach sagt dazu "Ja".

An den Beginn seines Referats über Zukunftsfragen der Kirche stellte er eine statistische Bestandsaufnahme. Und obwohl niemandem verborgen geblieben sein kann, wie rasant die Kirchen Mitglieder, Bedeutung und praktizierende Gläubige verlieren, war der Befund nicht nur nüchtern. Im ersten Moment war er für alle auch ernüchternd. Denn immer größer wird die Gleichgültigkeit gegenüber der Religion. Gott ist für viele einfach kein Thema mehr. 

Modenbach

„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?“ – Goethes Gretchenfrage scheint heute vielen unverständlich. Nicht aus Ablehnung, sondern aus Gleichgültigkeit dem Thema "Religion" gegenüber. Über die Hälfte der Deutschen lebt säkular, auch unter Kirchenmitgliedern nimmt die religiöse Indifferenz zu. Die Kirchenmitgliedschafts-Untersuchung (KMU 6) zeigt: Religiosität schwindet stärker als gedacht. Alternative, spirituelle Formen nehmen ebenfalls ab. Kirche und Glaube verlieren an Bedeutung, besonders in Ostdeutschland. Viele Menschen fragen nicht mehr nach Gott – noch nicht einmal aus gewachsener Überzeugung, sondern weil es ihnen schlicht egal ist.

Gleichzeitig wird Kirche gesellschaftlich weiterhin geschätzt: als soziale Kraft, als Ort des Engagements. Doch der religiöse Kern – der Glaube an Gott – tritt in den Hintergrund. Selbst bei kirchlichen Feiern wie Hochzeiten oder Taufen bleibt er folgenlos, kann die Menschen nicht mehr an die Kirche binden. Und die persönlichen Gründe für kirchliches Engagement sind meist sozialer, nicht aber spiritueller Natur.

Was heißt das nun für die Kirche? Viele fordern Reformen. Doch wenn Religion selbst kaum noch vorkommt – auf welches Ziel hin soll man reformieren? Die entscheidende Frage von heute lautet: Welche Art von Minderheit will das Christentum sein? Statt in Selbstmitleid zu verharren, braucht es Mut zur Ehrlichkeit und neue Räume für Glauben, Erfahrung und Hoffnung. Karl Rahner sagte: „Der Christ der Zukunft wird Mystiker sein - oder er wird nicht sein.“

Das Christentum der Zukunft muss spirituelle Tiefe mit gesellschaftlicher Relevanz verbinden – ohne sich dem Diktat des Zeitgemäßen zu unterwerfen. Nicht alles, was aus der Zeit fällt, ist falsch. Wahrheit bleibt Wahrheit, auch wenn sie niemand wahrhaben will. Kirche wird dann eine Zukunft haben, wenn sie Menschen den Gott der Liebe erfahrbar macht – und dies nicht als Pflicht, sondern als Geschenk.

In den Wortbeiträgen nach dem interessanten Vortrag wurde mehreres deutlich. Zum einen kam der statistische Befund nicht wirklich überraschend, dessen radikale Ausprägung sorgte jedoch für Betroffenheit. Siegfried Modenbach schaffte es jedoch, von einer deprimierenden Ausgangslage den Bogen zu einer Perspektive zu schlagen, die Möglichkeiten, Mut und apostolischen Auftrag verbinden kann. Werden wir Mystiker ... erzählen wir von uns selbst und von Gott in unserem Leben. Und vor allem: hören wir den Menschen zu. 

Abschließend trug P. Modenbach ein Gebet von Andrea Schwarz vor:

Manchmal ist es nicht einfach
in dieser Kirche und mit dieser Kirche
dann wenn das Gesetz regiert und die Liebe vergessen wird
wenn die Finanzen die Pastoral bestimmen
wenn das Gottvertrauen abhanden gekommen ist
die Angst gefangen nimmt und zur Sesshaftigkeit verführt
wenn die Kraft fehlt zum Aufbruch und der Mut zum Träumen
wenn die Barmherzigkeit fehlt zur Vergebung
und die Toleranz zur Vielfalt
und es kann sein, dass diese Kirche
auch gelegentlich deinem Geist im Wege steht
wenn sie verurteilt, statt zu versöhnen
wenn sie hinaustreibt, statt einzuladen
wenn sie droht, statt zu befreien
wenn sie erstarrt, statt zu bewegen
manchmal ist es nicht einfach
in dieser Kirche Schritte der Nachfolge zu gehen
und manchmal ist da Zorn und Wut
und Ohnmacht und Resignation und Sehnsucht und Trauer
und doch ist da Erinnerung und Begegnung
und Heimat und Zuversicht und Hoffnung und Traum
schenk uns die Kraft diese Kirche mitzugestalten
schenk uns den Mut der Zukunft zu vertrauen
schenk uns die Geduld die Vorläufigkeit auszuhalten
schenk uns die Hoffnung auf Verwandlung
schenk uns die Entschiedenheit zum Streit
und schenk uns die Liebe zur Toleranz
sei bei uns - geh mit uns - birg uns
und fordere uns heraus
und sei auch mit all denen
die diese Kirche verlassen haben
oder ihr Amt aufgeben mussten
lass sie nicht gleichgültig werden
oder hart und bitter
sondern eröffne ihnen neue Wege zu dir
sende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu

(Andrea Schwarz)

Und während diese Zusammenfassung eines auf eigenartige Weise berührenden Abends entsteht, läuft auf Youtube - natürlich zufällig - ein wunderbarer Song. "Rebirth" heißt er ... 

 

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